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Kyudo, japanisches Bogenschießen, fasziniert den Beobachter immer wieder durch sein ästhetisches Erscheinungsbild.  Die Eleganz die in diesen Bewegungen zum Ausdruck kommt wird durch jahrelanges Training des immer gleichen Ablaufes gewonnen.

















Japanisches Bogenschießen (Kyudo)


Im Ursprung aus den Kriegskünsten der japanischen Ritter des Mittelalters entstanden, hatte sich Kyujitsu (= Bogentechnik), selbst nach der Einführung der Feuerwaffen im Japan des 16. Jahrhunderts, seine Techniken und Fertigkeiten bewahren können. Schon die Samurai erkannten, dass die mentale Seite des Trainings ein wichtiger Bestandteil ihrer Ausbildung war. Sie behielten diese Übungen auch weiterhin bei und entwickelten daraus das heutige Kyudo (= Bogenweg). So konnte sich die Technik des japanischen Bogenschießens nahezu unverfälscht bis zum heutigen Tage erhalten.

Allerdings lässt sich Kyudo nur schwer in gewohnte Kategorien einordnen. Es ist eine sportliche Disziplin mit einer starken mentalen Komponente. Dabei werden in hohem Maße Konzentration, innere Ruhe und Ausdauer, sowie die eigene Körperwahrnehmung und Bewegungskoordination geschult. Positiv wirken sich die Übungen auf die Entwicklung der Muskulatur des Rückens, der Schultern und der Arme und nicht zuletzt der eigenen Persönlichkeit aus. Die Muskelkraft spielt dabei eine untergeordnete Rolle, sodass Kyudo sowohl für Frauen wie Männer gleichermaßen geeignet ist.

Darüber hinaus bietet die Vielfalt von Kyudo, ob in der reinen Trainingsvariante oder in Zeremonieformen, Wettkämpfen oder Prüfungen für jeden Geschmack etwas.
Da Kyudo sich im Wesentlichen erst im Tun erschließt, ist jeder Interessent herzlich eingeladen mitzumachen.

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